Gespräch mit Prof. Dr. Rudolf zur Lippe: “Wir müssen lernen, auf neue Weise zu denken”

Im Rahmen der Ausstellung “Die Straße der Enthusiasten” diskutiert am Samstag, dem 20. August, um 20 Uhr die Regionalentwicklerin Asta von Oppen mit dem Philosophen und Soziologen Prof. Dr. Rudolf zur Lippe über die Gründe für verfehlte wissenschaftliche Betätigungen sowie Perspektiven der Veränderung. Zur Lippes Forderung: Der Wissenschaftsbetrieb muss sich vom Spartendenken verabschieden … More »

Nina Matvienko in Gartow

Nina Matvienko - Lieder aus Tschernobyl Nicht nur Häuser und Menschen sind der Kulturregion rings um Tschernobyl durch den GAU verloren gegangen. Auch die musikalische Tradition droht in Vergessenheit zu geraten. Im Rahmen der Ausstellung „Ethnographische Spurensuche“ des Westwendischen Kunstvereins bringt am Samstag die ukrainische Sopranistin Nina Matvienko die uralten Lieder der Tschernobylske Polissja auch dem wendländischen Publikum nahe.

Als eine der ersten Sängerinnen der Moderne hat sich Nina Matvienko, ehemalige Sopranistin des ukrainischen Staatschores, des fast vergessenen Liedguts und musikalischen Erbes der Tschernobylske Polissja angenommen, von dem schon 1932 der polnische Ethnologe Kazimierz Moszyski wusste, dass hier eine ganz außergewöhnliche musikalische Tradition gelebt wurde. Durch seine Initiative wurden viele der uralten Liedtexte und Melodien aufgezeichnet und blieben so der Nachwelt erhalten.

In ihr Repertoire hat Nina Matvienko seit den 90er Jahren über 250 Volkslieder und Werke von ukrainischen Komponisten aufgenommen – traditionelle Rituallieder ebenso wie Hochzeitslieder, Totenklagen oder Tanzmelodien.

Ganz im Sinne der Tradition der Polissja ist für die in der Ukraine landesweit bekannte Sängerin die kreative Improvisation von Text und Melodie ein wesentlicher Bestandteil ihrer Art, mit dem Liedgut ihrer Heimat umzugehen.

Was Nina Matvienko zu einer ursprünglichen, unnachahmlichen Sängerin macht, ist die Art, wie sie ihre Stimme einsetzt, um die kreative Substanz des Textes und der Melodie als ein einziges untrennbares Ganzes geradezu zu „leben“. Nicht umsonst sagt sie von sich selbst, dass sie „gerne ein Lied sein möchte.“

Die studierte Philologin sang bereits 1968 im ukrainischen Staatschor und wurde dort mit ihrem klaren Sopran schnell Solistin. Heute tritt sie in verschiedenen Formationen in der ganzen Welt auf.

In Gartow gibt Nina Matvienko am 9. Juli 2011, 20.00 Uhr im Zehntspeicher Quarnstedt ein Solokonzert (Eintritt 10,- Euro).

 

Ausstellung “Menetekel” im Hamburger Rathaus / Eröffnungsrede von Dr. Jochen Herbst

Am Dienstag, dem 14. Juni wird um 14.00 Uhr die Ausstellung “Menetekel” im Hamburger Rathaus eröffnet. Bis zum 30. Juni ist sie dann zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen. Hier die Rede von Dr. Jochen Herbst anlässlich der Eröffnung in Hamburg: … More »

Eröffnung der Ausstellung “Ethnographische Spurensuche”

Keramik aus der Tschernobylske Polissja

Keramik aus der Tschernobylske Polissja

Wieviel Interesse auch die kulturellen und sozialen Folgen der Tschernobyl-Katastrophe bei der Öffentlichkeit hat, bewies der Zustrom der Besucher zur Vernissage der Ausstellung “Ethnographische Spurensuche” am 4. Juni: fast 150 Gäste fanden sich am Samstag im Zehntspeicher ein. Hier die Eröffnungsrede von Kuratorin Gabi Blonski: More »

Die Expeditionen

Am 29. Juni 1994 wurde zwischen dem ‘Ministerium der Ukraine für den Schutz der Bevölkerung vor den Folgen der AKW-Katastropen von Tschernobyl’ und dem ‘Institut für Volkskunde der Akademie der Wissenschaften der Ukraine’ in Lviv zum ersten Mal das Abkommen über die Durchführung eines breit konzipierten Programms unter dem Titel: Komplexe historische und ethnographische Erforschung und Fixierung der materiellen und geistigen Kultur in den radioaktiv verseuchten Polessien-Zonen abgeschlossen. More »

Die Tschernobylske Polissja

Polessien – die Polissja – wird bei uns in erster Linie mit der am stärksten von der AKW-Katastrophe in Tschernobyl betroffenen Region in Verbindung gebracht. Geschichtlich betrachtet ist es ein Gebiet, in dem sich über Jahrhunderte eine einzigartige, komplexe slawischen Kultur entwickelte, welche noch bis heute zum Teil archaische Züge aufweist. More »

Ausschnitte der Rede von Rebecca Harms bei der Eröffnung der “Menetekel” Ausstellung

Ein Video von Dirk Drazewski.

 

Trailer: Tschernobyl Expedition

Porträt von Rostislav Omeljaschko.

Der Film ist im Rahmen der Ausstellung “Menetekel” im Zehntspeicher Gartow zu sehen und wird im Lüchower Kino Alte Brennerei am 8. Mai um 10.30 Uhr in einer Sonntagsmatinee gezeigt – Gerhard Ziegler wird bei dieser Vorstellung anwesend sein und steht zum Gespräch bereit.

Eröffnungsansprache von Jochen Herbst für die Ausstellung “Menetekel”

herzlichen Dank für Ihr so zahlreiches Erscheinen zur Eröffnung der diesjährigen Ausstellungstrilogie des Westwendischen Kunstvereins : Tschernobyl 23 –Expeditionen „ und auch noch Frohe Ostern an Sie alle.

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Rede von Rebecca Harms anlässlich der Eröffnung der Ausstellung “Menetekel”

25 Jahre seit Tschernobyl – Sechs Wochen seit die atomare Katastrophe von Fukushima ihren Lauf genommen hat. Zwei Ereignisse, die sich überlagern. Gewiss ist bisher nur eines in und um Tschernobyl sowie in und um Fukushima: für beide Orte und die Menschen in ihrer Umgebung ist der Schrecken ohne Ende.

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